| von Ludger Konersmann, DK 9 QF In den Fürstengärten 10 33102 Paderborn eMail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. Paderborn, im Dezember 2003 |
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Ein paar wichtige Basis-Informationen zum Relais: |
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DB Ø UG | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Kanal: | R85 / RU722 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Eingabefrequenz: | 431.425 MHz | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Ausgabefrequenz: |
439.025 MHz | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Servicefrequenz: |
43x.xxx MHz (bleibt geheim) | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Standort: |
Velmerstot, 17 km nordöstlich der Paderborner Innenstadt | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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QTH-Locator: |
JO41LT | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Höhe über NN: |
468m | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Antennen-Höhe: |
20m | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Polarisation: |
Vertikal, rund | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Antennen-Gewinn: |
ca. 6dB | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Strahlungsleistung: |
15 Watt | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Relaisverantwortlicher: |
DK 9 QF | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Das Relais wurde in seiner ersten Ausbaustufe im Jahre 1978 erstmalig in Betrieb genommen. |
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In der ersten Ausbaustufe bestand das Relais aus einem Storno Funkgerät vom Typ CQF 663. Die Ablaufsteuerung wurde in TTL-Logik aufgebaut, der Duplexer war Original Storno, die Sendeleistung hinter dem Duplexer betrug ca. 3 Watt. Die Rundstrahlntenne wurde über 60 m RG213-Kabel angeschlossen. Alles noch recht provisorisch, aber: WIR WAREN IN DER LUFT!!! Im Laufe der Jahre wurde die Relaisfunkstelle stufenweise aus- und umgebaut. Als das erste Relais (Storno-Anlage) im November 1999 außer Dienst genommen wurde, war vom Storno-Original nicht mehr viel vorhanden. Nach dem Relais Nr. 1 (Storno) folgte dann im November 1999 Relais Nr. 2, Typ RP80U des japanischen Herstellers „Standard Radio Corp.“. |
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| Der Anfang von DB Ø UG: Storno CQF663
Sende- und Empfangsfrequenzen wurden mittels separater Quarze erzeugt. Beide Quarze steckten in einem TCXO und wurden bei 80° C betrieben. Das Sendesignal wurde auf VHF erzeugt und mittels eines Dioden-Varaktors verdreifacht. Nach dem Durchlauf eines mehrstufigen Helical-Filters stand eine Sendeleistung von ein paar Watt auf UHF zur Verfügung. Die erste PA war eine 20 Watt PA, die jedoch besonders in den heißen Sommermonaten bei Dauerbetrieb thermische Probleme zeigte. Diese PA wurde daher recht früh außer Betrieb genommen und durch eine Eigenbau PA von Ludger, DK9QF ersetzt. Hierbei kam ein extrem großen Kühlkörper und ein leistungsstarker 40 Watt Sendetransistor (MRF 646) zum Einsatz, der jedoch ‘auf Sparflamme’ betrieben wurde. Als Stromversorgung für die PA wurde ein primär getaktetes Schaltnetzteil aus einem Nixdorf-Monitor eingesetzt. Einen Tiefschlag für die Betreuer des Relais gab es jedoch 1995: Bei einem Einbruch in das Betriebsgebäude wurden die Endstufe incl. der Stromversorgung sowie einige Zubehörteile gestohlen. Daraufhin baute DK9QF beides alles neu auf; allerdings ohne viel Erfolg, denn bereits kurze Zeit nach der Inbetriebnahme wurde ein zweites Mal eingebrochen und die PA wieder gestohlen. Offensichtlich hatte der Dieb einen Nachschlüssel für die Türen. Nach Austausch der Schließzylinder der Türen wurde eine kommerzielle Endstufe der Fa. SSB-Elektronik vom Typ TLA 432-50 eingesetzt. Diese wurde jedoch nur sehr gering ausgesteuert. Vorsorglich wurde zusätzlich ein temperaturgeregelter Lüfter auf den Kühlkörper montiert, der aber nur bei ganz extremen Bedingungen anlief (Dauerbetrieb > 12 h bei Außentemperaturen > 30° C). Vom ursprünglichen Storno-Empfänger war zum Schluss nicht mehr viel übrig geblieben: Das Relais Nr. 2 wurde im Herbst 1999 angeschafft und für unsere Zwecke von Ulli, DL6YEO, erweitert. Obwohl dies ein „fix-und-fertig-Relais“ ist, musste doch noch sehr viel ergänzt und angepasst werden. Bedingt durch die Räumlichkeiten auf dem Velmerstot (Betriebsgebäude und Antennenmast stehen 32 m auseinander, der Mast ist 20 m hoch, die Antenne ist an der Mastspitze), ist eine Länge des Antennenkabels von ca. 60 m erforderlich. Dies stellt an den Betreiber einer Relaisfunkstelle besondere Anforderungen, wie nachfolgend beschrieben wird. So ganz nebenbei: Der Sender: Die Endstufe: Der Empfänger, der RX-Vorverstärker: Der Duplexer: Die Antennenkabel: Die Antenne: Die Steuerung: |
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Die Steuerung ist charakterisiert durch die nachfolgenden Eigenschaften:
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Eine Notstromversorgung ist nicht vorhanden, da die Stromversorgung sehr zuverlässig ist. Es hat bislang nur wenige Male einen kurzen Stromausfall gegeben. Hauptprobleme aus technischer Sicht Ein derartig exponierter Standort stellt an eine Amateurfunkstation ganz andere Anforderungen, als beispielsweise an eine Funkstation, die in einer Stadt betrieben wird. Ein Hauptproblem sind die Blitzeinschläge. Eine Antenne, montiert auf einem hohen Mast der auf der höchsten Erhebung weit und breit steht, zieht die Blitze nur so an. Eine hervorragende Erdung aller Teile ist daher unumgänglich. Neben Antenne, Mast und Kabel müssen auch der Duplexer und die Funkanlage selbst geerdet werden. Als Antenne kann nur eine Antenne verwendet werden, bei der alle Metallteile gleichstrommäßig auf Erde liegen; dies gilt auch für den Duplexer. Ein weiteres Problem ist die Witterung. Aggressive Industrieabgase aus dem Ruhrgebiet, die bei den meist vorhandenen Westwinden über dem Gebirgskamm des Eggegebirges eine weitaus höhere Konzentration haben, als im Ruhrgebiet selbst, zerfressen alle Metallteile, die nicht aus Edelstahl sind. Die knallharte UV-Strahlung macht den Kunststoffteilen zu schaffen; ähnliches gilt für starken und andauernden Dauerfrost. Störungen (Brummen) auf der Relaiseingabefrequenz durch medizinische Diathermiegeräte, die den ihnen zugewiesenen Frequenzbereich im ISM-Band verlassen hatten (alte Geräte mit einfachen Koaxresonatoren zur Frequenzbestimmung in Verbindung mit schlechter Wartung) gehörten bis vor wenigen Jahren zu den werktäglichen Begleitern. Mittels Peilaktionen konnten die schlimmsten ermittelt und mit Hilfe des Funkstörungsmessdienstes abgestellt werden. Dieses Problem ist jedoch zurückgegangen; wahrscheinlich sind die alten Geräte im Schrott und die neueren Geräte frequenzstabiler. Ein weiteres Problem tritt regelmäßig im Herbst auf, wenn es Überreichweiten gibt. Ein kommerzieller Dänischer Funkdienst hat seine Relaisausgabe auf unserer Relaiseingabe (431,425 MHz; in Dänemark wird der Frequenzbereich 430 MHz bis 432 MHz leider kommerziell genutzt). Dann kann man dänisch lernen! |
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| Weitere Relais auf demselben Kanal: |
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Neben den technischen Problemen beim Betrieb eines Relais gibt es meist auch ein finanzielles. Unterhaltung und Ausbau eines Umsetzers kosten Geld, viel Geld. Daher wurde am 24.9.1981 die Relais-Interessen-Gemeinschaft DB Ø UG gegründet, der heute viele Funkamateure angehören. Jedes Mitglied zahlt pro Jahr einen Minimalbeitrag von 10 Euro. Ansprechpartner ist DK 9 QF. Insbesonders die Anschaffung des Relais Nr. 2, des neuen Duplexers sowie der PA haben einige Tausend Euro gekostet. Damit ist das über Jahre gefüllte Relaiskonto weitgehend leer. Daher sind Spenden nicht nur wünschenswert, sondern auch erforderlich! |
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