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Was ist Amateurfunk

Amateurfunk ist ein ganz normales Hobby, ähnlich dem Pflegen von Brieffreundschaften oder Telefonieren. Wir knüpfen Kontakte zu Menschen auf der ganzen Welt über Grenzen, Meere, Rassen- oder Standes-, Geschlechts- oder Altersunterschied hinweg.
Die meisten von uns verbinden mit dem Begriff Amateurfunk interessante Technik sowie drahtlose Kommunikation. Manchmal ist es sogar die einzige Verbindung zur Außenwelt. So z.B. bei Erdbeben und Schneekatastrophen.
Stets waren es Funkamateure, die mit ihren Geräten die ersten Funkverbindungen herstellten und das zum Teil zerstörte Fernsprechnetz ersetzten und Hilfe holen konnten, oder Informationen aus den Krisengebieten zur Verfügung stellten. Das jüngste Beispiel: Funkamateure des Türkischen Radio Amateur Clubs e.V. Deutschland (
DARC) organisierten Anfang Oktober 1995 beim schweren Erdbeben in der Westtürkei ein wirksames Notfunknetz auf dem 80m-Band.
Auch werden Blinde, Langzeitkranke oder vereinsamte ältere Menschen und Jugendliche in unsere Gesellschaft integriert. Bei uns gibt es Gemeinsamkeit und keine Einsamkeit.
 

Übrigens:
Zuhören darf bei uns jeder, mitreden dürfen nur geprüfte Funkamateure.
 

Geschichte des Amateurfunks

1923 überbrückten Radioamateure erstmals den Atlantik. Darauf setzte ein regelrechter Boom ein. Die Anzahl der Stationen wuchs rapide, lokale Gruppen schlossen sich zu Verbänden zusammen.

1925 gründeten Vertreter aus neun Ländern die Internationale Amateur Radio Union (IARU). Diese ist heute Dachverband von 140 nationalen Vereinigungen. Im selben Jahr veranstalteten die deutschen Funkamateure ihren ersten Deutschen Sendetag.
Zu jeder Zeit durfte man Sende- und Empfangseinrichtungen nur mit Genehmigung der Reichstelegraphenverwaltung errichten.

14. März 1949 ein neues Amateurfunkgesetz tritt in Kraft.
März 1965 der erste aktive Amateurfunk Satellit genannt OSCAR (Orbital Satellite Carrying Amateur Radio)

Das Interesse für den Amateurfunk beginnt in Paderborn schon lange vor 1945. Peter Hatzfeld wird am 01.02.1942 als Anwärter in den DASD e.V. aufgenommen.
Einen Ortsverband in Paderborn gibt es jedoch noch nicht. Im Jahre 1948 wird er von 12 OM's gegründet und gehört somit zu den ältesten Ortsverbänden im Distrikt N.

Die 1200 Jahre alte Stadt Paderborn füllt in den 70er Jahren ihre europaweit älteste Städtefreundschaft mit ihrer Partnerschaft Le Mans mit neuem Leben. Aus diesem Anlaß tauschen die Amateurverbände dieser Städte ebenfalls Partnerschaftsurkunden aus.

Im Januar 1966 erhält der Ortsverband 5000,-- DM zur Beschaffung einer Clubstation für die von Schwester Cäcilia DL9CS geleiteten Blindenschule. Schwester Cäcilia DL9CS und Schwester Elifia DJ3PP sind die einzigen Funkamateurinnen im Ordenskleid.

Neben der intensiven Ausbildungstätigkeit können die Mitglieder vier besonders engagierten Bereichen zugeordnet werden. Die Eisenbahner mit ihrer Clubstation DL0PS, Universität-Gesamthochschule DK0UP, die Paderborner Schulen, allen voran die Hauptschule am Niesenteich mit DK0HSN sowie die Computerindustrie und Elektrobranche.
 

Das Wichtigste zu CB-Funk und Amateurfunk in Deutschland

Diese Funk-FAQ genießt den Schutz der GNU General Public License.
Alle Angaben sind ohne Gewähr. Näheres dazu am Ende.
 
Inhalt:
1. Worin unterscheiden sich CB- und Amateurfunk?
2. Was kosten CB- und Amateurfunk?
3. Gibt es einen CB-Funk-Verband?
4. Gibt es einen Amateurfunkverband?
5. Welche Funkbestimmungen und Funkbehörden gibt es?
6. Wo gibt es Bandpläne und Relaislisten?
7. Wie werde ich Funkamateur?
8. Wo gibt es die Prüfungsfragen?
9. Gibt es Kurse für die Amateurfunkprüfung?
10. Was sind FreeNet-, PMR- und LPD-Funkgeräte?
11. Wie groß ist der Sicherheitsabstand?
12. Funken mit der Soundkarte?
13. Was ist Packet Radio?
14. Wie sind Geschwindigkeit und Reichweite bei Packet Radio?
15. Kann man über Funk ins Internet gelangen?
16. Kann man mit PGP sicheres Packet Radio machen?
17. Mitarbeit an der Funk-FAQ
18. Letzte Änderungen der Funk-FAQ
19. Verbreitung der Funk-FAQ


1. Worin unterscheiden sich CB- und Amateurfunk?

Im CB-Funk wird das Gerät geprüft, im Amateurfunk der Funker. CB kommt aus dem Englischen (Citizen Band - Bürgerband, das Band
für Jedermann). CB-Funk darf von jedem, aber nur mit technisch geprüften Geräten gemacht werden. CB-Funker dürfen ihre Geräte also nicht selber bauen, verändern oder reparieren. Anders der Amateurfunk: Hier muss der Funkamateur eine Prüfung bei der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post ablegen. Dafür benötigen seine Geräte dann keine Zulassung mehr - der Funkamateur muss selber dafür sorgen, dass seine Gerätschaften vorschriftsmäßig arbeiten. CB-Funk gibt es nur im 11-Meter-Band (27 MHz), Amateurfunk auf mehr als 20 verschiedenen Bändern von Langwelle (136 kHz) bis in den SHF-Bereich (250 GHz). Im CB-Funk sind maximal 4 Watt Sendeleistung erlaubt, im Amateurfunk je nach Band und Klasse bis zu 750 Watt. Für CB-Funker sind Frequenzmodulation (FM), Phasenmodulation (PM) und (Zweiseitenband-) Amplitudenmodulation (AM) zugelassen. Es sind Sprechfunk und auf sechs FM-Kanälen auch digitale Übertragung, z.B. Packet Radio und Fax, erlaubt. Amateurfunker hingegen können neben FM, PM und AM auch Einseitenband-Funk (SSB, USB, LSB) und analoge wie digitale Betriebsarten mit nur wenigen Beschränkungen nutzen und dürfen, anders als im CB-Funk, auch breitbandige Signale wie Amateurfunkfernsehen senden. Um eine höhere Reichweite zu erzielen, wird in manchen Amateurfunkbändern auch die vom Nordpolarlicht oder von Meteoriden ionisierte Atmosphäre, Regenfronten und der Mond als Reflektor genutzt sowie Betrieb über Satelliten gemacht. CB-Funk darf für gewerblich-wirtschaftliche Zwecke genutzt werden (Ausnahme: Packet Radio), Amateurfunk nicht.


2. Was kosten CB- und Amateurfunk?

CB-Funk mit einfachen FM-40-Kanalgeräten ist gebührenfrei. Wenn man allerdings Heimstationen, 80-Kanal-Geräte oder AM-Geräte benutzen will, dann kostet das 54 DM pro Jahr und einmalig 40 DM. Amateurfunk kostet derzeit DM 18 pro Jahr, in Zukunft möglicherweise zusätzlich rund 40 DM pro Jahr EMV-Gebühr. Die Amateurfunkprüfung und die Zulassung kosten einmalig 140 DM für die Einsteigerklasse 3.


3. Gibt es einen CB-Funk-Verband?

Der DAKfCBNF ist ein Zusammenschluss von CB-Funk-Organisationen, alle Kontaktmöglichkeiten stehen auf http://www.funkmagazin.de/dakadr.htm
Deutscher Arbeitskreis für CB- und Notfunk
(DAKfCBNF) e. V.
Postfach 101309
D-40004 Düsseldorf
Telefon: 0211/2480315
Fax: 0211/2480325
E-Post:
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.  
Allgemeines CB-Funker-Forum
Deutsche Funk-Allianz e.V.
Harald Westermann
Helmholtzstraße 11
34127 Kassel
Telefon/Fax: 0561/893742
http://www.funk-allianz.de/index.html 
Deutscher CB-Dachverband (DCBD) e.V.
Wolfgang Sterk
Postfach 3224
26369 Wilhelmshaven
Telefon: 04421/746162
Fax: 04421/746163
E-Post:
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

http://www.dcbd.de  
Bravo Bravo Intern. DX Radio Group
Postfach 3223
55022 Mainz
Telefon/Fax: 06131/675920
E-Post:
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

http://members.aol.com/BBHQmainz/ 
India Fox German Group e.V.
Dieter Löchter
Europaring 61
53123 Bonn
Telefon/Fax: 0228/746930
E-Post:
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

http://www.indiafox.de/
 
Daneben gibt es noch viele regionale Vereine, über 200 sind bei
http://www.cb-funk-germany.com/vr/ verzeichnet.

 
4. Gibt es einen Amateurfunkverband?

Deutscher Amateur Radio Club e.V. (DARC)
Lindenallee 6
34225 Baunatal
Telefon: 0561/94988-0
Fax: 0561/94988-50
E-Post:
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

http://www.darc.de/
Wer einen Ortsverband des DARC in seiner Nähe sucht, sollte sich an die Zentrale in Baunatal wenden, oder mal auf
http://www.darc.de/distrikte/index.html nachschauen.

 
5. Welche Funkbestimmungen und Funkbehörden gibt es?

Die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post ist für alle Fragen rund ums Funken zuständig. Zu ihrer Arbeit gehören u. a. die Durchsetzung der gesetzlichen Bestimmungen, der Sicherheitsabstand und die Abnahme der Amateurfunkprüfung. Sie hat Außenstellen in allen größeren Städten, die auch auf ihren WWW-Seiten bei
http://www.regtp.de/
aufgeführt sind.
Die meisten gesetzlichen Regelungen für den Amateurfunk findet man unter
http://www.uni-halle.de/dl0mlu/law/law.shtml , die für den CB-, FreeNet-, LPD- und PMR-Funk unter
http://www.hobbyfunk.de
Funkamateure mit deutschem Rufzeichen dürfen auch in einigen anderen Ländern ohne oder mit vereinfachter Anmeldung funken, wenn es nur für einige Wochen ist, z. B. im Urlaub. Nähere Informationen dazu gibt es für Klasse 3 unter http://members.xoom.com/_XMCM/g25darc/g25do1khs.html und für Klasse 2 und 1 unter http://www.uni-halle.de/dl0mlu/hamdata/cept.shtml.


6. Wo gibt es Bandpläne und Relaislisten?

Bandpläne gibt es beim DARC unter http://www.darc.de/bandplan/ . Die kompletten Relaislisten für DOS- oder Windowsrechner gibt es beim DARC-Referat für VHF/UHF/SHF, http://www.muenster.org/darc-vus/akt.htm
Auf
http://www.amateur-funk.de/2m.htm sind die 2m- und 70cm-Relais aufgeführt. Die internationale 10m-Relaisliste gibt es u. a. bei http://www.qsl.net/dl2gg/Repeater/repeater.html .


7. Wie werde ich Funkamateur?

Dazu muss eine schriftliche Prüfung abgelegt werden, für die Klasse 1 kommt noch die Morseprüfung hinzu; mehr zum Morsen auf
http://www.qsl.net/dk5ke/index.html .
Dies ist die Klasseneinteilung:
Klasse 1: Betrieb auf allen Amateurfunkbändern.
Klasse 2: Betrieb auf allen UKW-Amateurfunkbändern, also alle Amateurfunkfrequenzen über 30 MHz.
Klasse 3: Betrieb nur auf dem 144- und dem 432-MHz-Band (2m- und 70cm-Band) mit maximal 10 Watt (EIRP). Die schriftliche Prüfung besteht aus Ankreuzaufgaben und dauert knapp zwei Stunden für Klasse 3 und dreieinhalb Stunden für Klasse 1 und 2 (zuzüglich Pausen). Man muss auf den Gebieten Betriebstechnik, Technik und Gesetzeskunde fit sein.


8. Wo gibt es die Prüfungsfragen?

Den Frage- und Antwortenkatalog "Prüfungsfragen für den Erwerb des Amateurfunkzeugnisses der Klasse 3 (Neuauflage)" für 10 DM plus 3 DM Versandkosten kann man bei der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post bestellen: Reg TP, Referat Z 24-DrV, Postfach 8001, 55003 Mainz, Fax 06131/185620, E-Post Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. oder
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. . Die Außenstellen der Regulierungsbehörde haben den Katalog nicht, aber er ist als PDF-Datei zu finden unter http://www.regtp.de/imperia/md/content/tech_reg_t/amateurfun/3.pdf . Für Klasse 3 gibt es die Arbeitsgemeinschaft "Online zur Amateurfunkprüfung" http://www.amateurfunkpruefung.de/ , unter http://www.psnet.org/packet/afu3/index.html eine Einführung, und einen Fragebogengenerator für Windows 95 bei http://www.thiecom.de/klasse3programme.htm . Für die Amateurfunkzeugnisse der Klasse 1 und 2 erscheint im Herbst 2000 ein neuer Fragenkatalog. Bis drei Monate nach seinem Erscheinen wird noch der alte Fragenkatalog verwendet, bei dem die Prüflinge die Antworten selbst formulieren müssen. Er ist im WWW bei http://ralf.zimmermann.com/fragen_antworten/index.html und auch als Programm fragen.exe bei ftp://ftp.tu-clausthal.de/pub/ham-radio/ibm/education/ . In den Fragekatalogen stehen zwar die richtigen Antworten, sie werden aber nicht erklärt. Deshalb ist es empfehlenswert, sich zusätzlich ein Buch zu besorgen. Moltrecht und Zelzer berücksichtigen schon den neuen Fragenkatalog, aber die meisten Themengebiete werden auch in den anderen Büchern behandelt. Einige Bücher muss man direkt beim Verlag oder Autor bestellen.
Hier die Literaturliste zur Prüfungsvorbereitung:
Hans H. Cuno, Vorbereitung auf die Amateurfunk-Lizenzprüfung, 29,80 DM, beam-Verlag Marburg, Frech-Verlag Stuttgart Karl H. Hille, Einstieg in die Amateurfunktechnik, Teil A und B, 17,60 DM und 15,60 DM, DARC-Verlag Eckart K. W. Moltrecht, Amateurfunk-Lehrgang, Teil 1: Elektrotechnik/Elektronik, ISBN 3-88180-351-3, Teil 2: Funktechnik, ISBN 3-88180-341-6, jeweils 29 DM, Verlag für Technik und Handwerk Baden-Baden Eckart K. W. Moltrecht, Amateurfunk-Lehrgang für das Amateurfunkzeugnis Klasse 3, ISBN 3-88180-364-5, 29 DM, Verlag für Technik und Handwerk Baden-Baden Josef Zelzer, Amateurfunk-Einsteigerlizenz-Klasse 3 - leicht gemacht, 9 DM, 3 DM Porto DARC Ausbildungsunterlage, 45 DM, DARC-Verlag Axel Ollenschläger, Multimedia-Lernprogramm WDARC auf CD für Windows-PCs mit Soundkarte, 35 DM, DARC-Verlag DARC-Verlag Lindenallee 6 34225 Baunatal Telefon: 0561/94988-73 Fax: 0561/94988-55 E-Post: 
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.  http://www.darcverlag.de 
 

Verlag für Technik und Handwerk (vth)
Postfach 2274
76492 Baden-Baden
Robert-Bosch-Str. 4
76532 Baden-Baden
Telefon: 07221/5087-22
Fax: 07221/5087-33
E-Post:
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

http://www.vth.de (nur mit Cookie)
Josef Zelzer
Steinäcker 5
94234 Viechtach
Telefon: 09942/902991
Fax: 09942/5202

 
9. Gibt es Kurse für die Amateurfunkprüfung?

Amateurfunkkurse werden von vielen Ortsverbänden, teilweise in Zusammenarbeit mit der örtlichen Volkshochschule durchgeführt. Wenn sie auf Klasse 2 vorbereiten, dauern sie meist ein halbes bis ein Jahr mit ein bis zwei Unterrichtsabenden pro Woche, es gibt aber auch Intensivkurse von drei bis vier Wochen Dauer. Kurse für Klasse 3 sind deutlich kürzer. Auskunft über geplante Kurse geben die Ortsverbände des DARC. Überregionale Kurse werden auf den WWW-Seiten des DARC angekündigt. Fernstudiengänge werden von folgenden Firmen angeboten:
 

Dr. Ing. P. Christiani GmbH
Technisches Lehrinstitut und Verlag
Herrmann-Hesse-Weg 2
78464 Konstanz
Telefon: 07531/58010
Fax: 07531/580185
http://www.christiani.de (nur mit JavaScript und Cookie)
Gudrun Sieg-Küster
Abt. 1
Schmachtenbergweg 2
42489 Wülfrath
Telefon: 02058/913597-98
Fax: 02058/913599
Fernschule Weber
Institut für Fernunterricht
Rolf Fr. Weber-Verlags-GmbH
Abt. 002
Postfach 2161
26192 Großenkneten
Neerstedter Str. 8
Telefon: 04487/263
Fax: 04487/264
http://www.fernschule-weber.de/lehrgang/afu/afu.htm

E-Post:
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.  
 
 

10. Was sind FreeNet-, PMR- und LPD-Funkgeräte?
FreeNet-Geräte arbeiten auf drei Kanälen im 2-m-FreeNet-Band (149 MHz) mit maximal 500 mW EIRP und sind gebührenfrei. Es lassen sich ca. 500 m bis 1 km überbrücken, bei direkter Sicht ca. 4 km, von Berg zu Berg wurden auch schon 20 km überbrückt. Sie arbeiten auf den ehemaligen B-Netz-Frequenzen. Im Umkreis von ca. 50 m wird beim Senden der Kanal S07 des Kabelfernsehens (!) vollkommen gestört. PMR-Geräte arbeiten auf acht Kanälen im 70cm-Band (446,0 - 446,1 MHz) mit maximal 500 mW ERP und sind gebührenfrei. Die Reichweite ist ca. 1-4 km. LPD-Geräte arbeiten im 70-cm-ISM-Band (433,05 bis 434,79 MHz) mit maximal 10 mW, oft auf 69 Kanälen, und sind gebührenfrei. LPD bedeutet "Low Power Device", also Gerät mit kleiner Sendeleistung.
Das 70-cm-ISM-Band reicht von 433,05 - 434,79 MHz und liegt damit mitten im 70-cm-Amateurfunkband (430 - 440 MHz). Neben LPD-Sprechfunk und Funkamateuren gibt es noch Garagenöffner, Fernsteuerungen, Babyphones und drahtlose Kopfhörer, die auf diesen Frequenzen arbeiten. Dabei kommt es besonders in Großstädten zu Kollisionen. Wegen der geringen Sendeleistung der LPD-Funken ist die Reichweite ca. 300 m, bei Sichtverbindung ca. 4 km, von Berg zu Berg wurden auch schon 30 km überbrückt. Kontakt zwischen einem LPD-Funker und einem Funkamateur ist nicht erlaubt, es sei denn, der Funkamateur benutzt auch ein LPD-Gerät.

 

11. Wie groß ist der Sicherheitsabstand?
Feste Funkstellen müssen ab 10 Watt EIRP bei der RegTP eine Standortbescheinigung beantragen, die mehrere hundert Mark kostet. In ihr werden die nötigen Sicherheitsabstände ausgewiesen. Wenn Funkamateure die erforderlichen Berechnungen und Messungen selbst durchführen und diese Selbsterklärung zur Kontrolle der RegTP schicken, brauchen sie keine Standortbescheinigung. Unter
http://www.regtp.de/imperia/md/content/tech_reg_t/emvu/10.zip
stellt die RegTP ein Excel-Tabelle mit Erläuterung im Word-Format bereit, mit dem man sich die Sicherheitsabstände ausrechnen kann. 
Unter
http://www.qsl.net/dh7uaf/emvu.htm gibt es zum gleichen Zweck ein Windowsprogramm. 
Mit Webseiten-Javaskript wird der Abstand auf
http://www.qsl.net/db1hz/ham/law/emvcalc.html berechnet. Bei weniger als 10 Watt EIRP sind die Sicherheitsabstände so gering, dass auf den Verwaltungsaufwand verzichtet wird. Für die Amateurfunkklasse 3 sind deshalb weder Selbsterklärung noch Standortbescheinigung notwendig.
Bei festen CB-Stationen mit 4 Watt HF und angenommenen 1 dB Kabeldämpfung darf also die Antenne nicht mehr als 2,83 dBd Gewinn haben, damit die Funkstelle unter 10 Watt EIRP bleibt und keine Standortbescheinigung notwendig wird. Mit EIRP ist Senderleistung minus Kabeldämpfung plus Antennengewinn in dBi gemeint.
 

12. Funken mit der Soundkarte?
Wer in seinem PC eine Soundkarte hat, kann diese an das Funkgerät anschließen und dadurch viele Betriebsarten wie Packet Radio, RTTY, AMTOR, PACTOR, PSK31, Fax, SSTV und Hell nutzen. Zu den weiteren Möglichkeiten zählt u. a. ein Spektrumanalysator. Mehr zum Thema Funk und Soundkarte kann man unter http://www.muenster.de/~welp/sb.htm lesen.
 

13. Was ist Packet Radio?
Packet Radio ist digitale Datenübertragung per Funk. In der Regel geschieht das mit PCs und kleinen Modems. Ausgetauscht werden können Nachrichten, Software, Bilder, eben alles, was ein Computer verarbeiten kann. Folgendes ist notwendig:
Modem: z.B. BayCom Modem für ca. 90 DM. Edler, aber auch teurer ist ein Terminal Node Controller (TNC), das ist ein Modem mit angeflanschtem Minirechner, der auch dann funktioniert, wenn der angeschlossene Rechner gerade ausgeschaltet ist. Man kann auch seine Soundkarte als Modem nutzen, siehe vorheriger Punkt.
Rechner: So ziemlich jeder ist geeignet, sogar der gute alte C64.
Software: Terminal- oder Modem-Software, je nachdem, welche Hardware eingesetzt wird. Im Regelfall wird sie dem Modem/dem TNC beiliegen.
Funkgerät: Normales CB-Funkgerät mit geeigneter Buchse. Im Amateurfunk ist ein UKW-Transceiver (in der Regel für 70cm oder 23cm) erforderlich, bei Datenraten ab 9600 Baud ist bei vielen Geräten eine kleiner Umbau nötig, bei einigen Geräten ist ein sinnvoller Betrieb nicht möglich. Im CB-Funk sind Umbauten am Funkgerät verboten, da nur amtlich zugelassene Geräte verwendet werden dürfen. Jeder Eingriff in ein solches Gerät führt automatisch zum Erlöschen seiner Betriebserlaubnis. Es muss also eine serienmäßig eingebaute Buchse verwendet werden. Bei Modems/TNCs sieht es anders aus - hier darf man auch selbst Hand anlegen. Im Amateurfunk darf alles selbst gebaut werden.
Die CB-Kanäle für Packet Radio sind 24, 25, 52, 53, 76 und 77. Die Verwendung eines Rufzeichens aus dem Bereich DAA200 bis DRZ999 wird empfohlen. Packet Radio darf nicht gewerblich-wirtschaftlich genutzt werden. Im Amateurfunk gilt wie für alle Betriebsarten die Rufzeichenpflicht, der jeweilige Bandplan und das Verbot gewerblich-wirtschaftlicher Nutzung.
Mehr Informationen zu Packet Radio im CB-Funk gibt es bei 

http://www.psnet.org/packet/
und bei http://privat.schlund.de/packet/
 

14. Wie sind Geschwindigkeit und Reichweite bei Packet Radio?
Im CB-Funk sind bis 9600 Bit/s möglich. Viel mehr geht wegen der vorgeschriebene Bandbreite eines CB-Kanals (10 kHz) nicht. Oft werden aber auch nur 1200 Bit/s verwendet.
Im Amateurfunk werden meist 9600 oder 1200 Bit/s verwendet. Bei 9600 Bit/s würde das Signal nicht mehr durch das NF-Filter passen, deshalb haben neuere Transceiver oft eine extra Datenbuchse, für ältere existieren Umbauanleitungen. Die Linkstrecken im Amateurnetz laufen meist mit 9600 Bit/s, aber Hauptverbindungen werden auch mit 19200, 38400 und mehr betrieben; es gibt sogar einen 1,2 Megabit/s-Link:
http://www.geocities.com/SiliconValley/Lab/9112/10ghz1.html Benutzerzugänge mit höheren Geschwindigkeiten (z. B. 76800 Bit/s in Darmstadt und Dresden) werden im Amateurfunk bereits erprobt. Bei der Reichweite sind einige Kilometer üblich. Amateurfunk bietet zwar höhere Leistungen, aber die verwendeten Ultrakurzwellen breiten sich "quasioptisch" aus, also nur etwas weiter als Sichtweite. Im CB-Funk wie im Amateurfunk reicht es aus, den nächsten Knoten zu erreichen. Denn die Knoten sind untereinander verbunden, und können so Nachrichten bis zum entferntesten Knoten weiterreichen.
 

15. Kann man über Funk ins Internet gelangen?
Es ist im CB- und Amateurfunk legal und technisch möglich, solange es nicht gewerblich-wirtschaftlich und nicht geschäftsmäßig geschieht. Im Amateurfunk war dies vor der Einführung der Amateurfunkverordnung von 1997 noch anders. Praktisch ist aber bei Zugängen bis 9600 Bit/s u. a. wegen der geringen Datenrate und des TCP/IP-Protokoll-Overheads für die meisten Dienste kein vernünftiges Arbeiten möglich. Nur eine E-Post- und Newsanbindung zum Internet ist bei geringen Geschwindigkeiten sinnvoll. Ein Beispiel für Mailaustausch zwischen CB-Funk und Internet ist http://www.dbo812.de/.
Mit schnellen Benutzerzugängen im Amateurfunk entstehen jedoch Möglichkeiten für bandbreitenhungrigere Dienste wie das im WWW verwendete HTTP.
Informationen zu TCP/IP via Packet Radio gibt es bei
http://www.psnet.org/packet/ und http://www.cybercall.de/pr.htm.
 

16. Kann man mit PGP sicheres Packet Radio machen?
PGP ist ein Verschlüsselungs- und Signierverfahren, das mit öffentlichen Schlüsseln arbeitet. Ist einem Text durch PGP eine Signatur angefügt worden, so kann man feststellen, ob der angegebene Absender stimmt. Dabei bleibt der Text lesbar, was besonders für den Amateurfunk wichtig ist, da dort keine Verschlüsselung erlaubt ist.
Bei
http://www.hsp.de/~koch/pgp_afu.htm gibt es dazu eine FAQ.
 

17. Mitarbeit an der Funk-FAQ
Hinweise auf Fehler oder mit Ergänzungen sind sehr willkommen, bitte in eine der Funk-Gruppen/Bretter oder an Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. schicken. Danke an alle, die direkt, in den Gruppen/Brettern oder im WWW zu dieser FAQ beigetragen haben, insbesondere an Andreas Kaune, Andreas Stempfhuber, Bernhard Hailer, Dirk, Dominik Erger, Elmar Haneke, Hans Nemack, Hansi, Henning, Henning Gajek, Jan-Martin Hertzsch, Joachim W., Jörg Wunsch, Karl Mittelstädt, Marco Brandt, Moritz, Olaf, Oliver Welp, Ralf G. R. Bergs, Sven Michalski, Thomas Malkus, Thomas Rehm, Tino Lips, Udo Weiss, Uwe Evers, Walter Koch und Wolfgang Fricke.
 

18. Letzte Änderungen der Funk-FAQ
Die Änderungen der letzten Wochen waren im Wesentlichen die folgenden, die Abschnittsnummer ist jeweils mit angegeben: 6. bisher unter 16.; Bandpläne 19. de.comm.misc, de.comm.geraete.misc Auf http://ladisch.de/ff/funk-faq.diff und http://ladisch.de/ff/funk-faq.wdiff.html wird automatisch über wesentliche und unwesentliche Änderungen Buch geführt.
 

19. Verbreitung der Funk-FAQ
Diese Funk-FAQ genießt den Schutz der GNU General Public License (GPL). Copyright 1996-1998 by Bernhard Hailer (DL4MHK) Copyright 1998-2000 by Julian Ladisch (DL6OCK) Weiterverbreitung ist durchaus erwünscht im Rahmen der GPL, Version 2 oder, nach eurer Wahl, einer späteren. Alle Angaben erfolgen ohne Gewähr. Bitte lest die GPL zu den Details. Gedruckte Versionen der GNU General Public License sind erhältlich bei: Free Software Foundation, Inc., 59 Temple Place - Suite 330, Boston, MA 02111-1307, USA. 
In elektronischer Form kann sie hier eingesehen werden:
http://www.gnu.org/copyleft/gpl.html
 
Es gilt die englische Fassung. Nur als Übersetzungshilfe:
http://agnes.dida.physik.uni-essen.de/~gnu-pascal/gpl-ger.html
 
Die Funk-FAQ wird monatlich in z-netz.telecom.amateurfunk , de.comm.ham , z-netz.telecom.cb-funk , de.comm.misc , de.comm.geraete.misc , de.answers und news.answers veröffentlicht. In der Zeit dazwischen gibt es zweimal einen Hinweis auf die FAQ, außerdem kommt sie als automatische Antwort, wenn E-Post an Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. mit schicke funk-faq als Subject/Betreff geschickt wird.

Julian Ladisch

Homepage: http://ladisch.de